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Wie die Handpan nach Lampertheim kam

Artikel im Echo online Donnerstag, 09.01.2020 von Meike Paul, Bild:Thorsten Gutschalk

Wir freuen uns sehr über diesen Artikel, der heute im Echo online erschienen ist.

Wie die Handpan nach Lampertheim kam

Ute Kilian und Frank Willi Schmidt bieten in Lampertheim Workshops für Interessierte an. Gäste kommen aus ganz Deutschland. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es geht um den Klang.

Handpans erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ute Kilian und Frank Willi Schmidt bieten in Lampertheim Workshops für Interessierte an.

„Wenn ich die Handpan spiele, fühle ich mich entspannt und glücklich.“ Aussagen wie diese finden sich zuhauf in den musikalischen Foren der Szene. Der Sound des Instruments katapultiert Zuhörer in fremde Länder und gedanklich an einsame Südsee-Strände. Kein Wunder – klangfarblich haben die Töne des Blech-Ufos schließlich auch viel mit der hawaiianischen Steel Pan gemeinsam, einem den Idiophonen zugeordnetes Musikinstrument, das ursprünglich auf Trinidad entstanden ist.

Frank Willi Schmidt und seine Frau Ute Kilian wurden auf die Vorversion der Handpan, das Hang, bei einem Straßenfestival aufmerksam. „Das war vor vielen, vielen Jahren“, erinnert sich der Klangtherapeut mit Musiker-Background. Eigentlich spielt Schmidt seit vielen Jahren Bass, Tuba und auch die singende Säge. Doch als er vom Hang erfuhr, war er hin und weg. Getreu dem Motto „Menschen mit sich und ihrer Umwelt in Einklang zu bringen“ wollte das Paar fortan auch das außergewöhnliche Blech-Rund erlernen. Doch das wurde damals nur von einer einzigen Firma in Bern produziert, für den Erwerb mit nicht-kommerziellem Hintergrund musste man sich bewerben, und das Geld musste auch erst einmal angespart werden. Es verstrichen Jahre. „2013 wurde die Produktion eingestellt. Doch glücklicherweise haben sich nun andere Firmen mit dem Bau ähnlicher Produkte wie dem Hang beschäftigt.“ So entstanden die Handpans, deren Spiel bei „Music à la Kilian und Schmidt“ (Alakus) in Lampertheim erlernt werden kann.

Was ist das, dieses Ufo mit dem besonderen sphärischen Sound? Eigentlich sind es nur zwei aufeinander geklebte Metallschalen mit einer Kuppel und acht Tonfeldern, die ringförmig angeordnet sind. „Die Pans klingen alle unterschiedlich. Mal fehlen Töne in der Tonleiter, dafür sind andere dabei. Es ergeben sich also viel mehr Möglichkeiten als sonst bei zwölf Dur- und zwölf Moll-Tonleitern“, verrät Frank Willi Schmidt. Fasziniert ist er vom reichen Klangspektrum, das rhythmisches und melodisches Spielen möglich macht. „Bei den musikalischen Workshops geht es daher weniger um Meditation als vielmehr um das Know-how zum Spielen“, verrät er. Musikalisches Grundwissen müsse man dafür noch nicht einmal mitbringen. „Wir erklären gerne alles von Anfang an. Da können alle von Kindern bis Senioren mitmachen“, versichert der Musiker. Mit seinem Bass unterstützt er die Töne – das gibt dann jedes Mal ein tolles Klang-Spektakel.

Der nächste Workshop für Einsteiger findet am Samstag, 1. Februar, zwischen 10.30 und 14.30 Uhr statt. Weitere Informationen zum Kursangebot von Frank Willi Schmidt und seiner Frau Ute Kilian finden sich auf www.einklang-alakus.de. Auch über die Lampertheimer Volkshochschule bieten sie Kurse an. (pam)

Auch Konzerte spielt Schmidt so, an seiner Seite Gattin Ute Kilian. Als Gruppe „Alakus“ waren sie schon in unterschiedlichen Städten zu Gast, nennen ihr Programm „Chill & Joy“ – Konzerte zur Entschleunigung mit Handpan und Bass. Am Sonntag, 9. Februar, sind sie in der Badewelt Sinsheim beim „Moonshine Event“ zu erleben. Unter Palmen gehen dann Musik und Umfeld gut zusammen. „Klänge sind der schönste Weg zur inneren Balance“, findet Schmidt, und die Rezessionen seiner Klienten geben ihm recht. Viele Workshop-Teilnehmer wollen sich im Anschluss eine Handpan anschaffen.

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